Aus dem Alltag Deiner Beautymanufactur – 7 Fragen an Marco

Ihr wolltet schon immer mal wissen, wie der Tagesablauf des Chefs der Beautymanufactur so aussehen mag? Ich habe mich mit Marco zusammengesetzt und Fragen geklärt, die sicherlich nicht nur mir unter den Nägeln brennen.

Hast Du dich vielleicht auch schon gefragt, weshalb deine Mail mitten in der Nacht beantwortet wurde oder wie wir es schaffen, jedes Paket mit viel Liebe und besonderen Details zu packen? Hier ein paar Fragen, die so in den FAQs nicht beantwortet werden. Was macht die Beautymanufactur so besonders?

Marco Dein Tag startet früh, was gibt’s denn bitte morgens um 5 Uhr schon zu tun? 

Manchmal startet mein Tag auch schon mal um 4 Uhr, da es auch um diese Uhrzeit schon einiges zu tun gibt. Die Bestellungen müssen gesichtet und sortiert werden. Was genau wurde bestellt und wie sehen die Bestände aus – müssen Produkte nachbestellt werden. Außerdem erreichen uns tagtäglich Kundenmails, die ich gerne mit Zeit und Ruhe beantworten möchte, ohne dass das Telefon klingelt. Aus diesen Gründen beantworte ich meine Mails sehr gerne nachts beziehungsweise früh morgens.

Du beantwortest nachts Deine Mails? Finden das die Kunden nicht seltsam?

Jein. Die Kunden sind eher verwundert, wenn die Antwort auf eine Frage um kurz nach 4 oder halb 5 kommt, aber sie schätzen es und sie schätzen es auch, dass sie auch aus diesem Grund etwas ausführlicher sind, dass Produkte vorgestellt werden und ich genauer auf Fragen eingehen kann. Wenn eine Kundin Wünsche oder Fragen hat, braucht das Zeit und ich glaube, da überwiegt die Begeisterung der Verwunderung (lacht).

Und dann muss sicherlich gepackt werden?

Noch nicht so ganz. Bevor wir packen können, muss natürlich erst mal gerichtet werden, kommissioniert oder wie man auch so schön sagt gepickt, das heißt, wir haben ganz viele kleine Plastikboxen. Auf jeder Box steht eine Nummer und es liegt ein Auftrag darin. Die Bestellung wird zusammengesucht, dann rennen wir durch die Regale, holen die entsprechenden Produkte und packen diese in die „Bestellboxen“.

Anschließend müssen die kleinen lieben Botschaften per Hand geschrieben werden. Es ist mir ganz, ganz wichtig, dass jeder Kunde eine eigene Botschaft bekommt, sprich nicht einfach eine vorgefertigte Karte, die anschließend nur noch mit Kuli unterschrieben wird, sondern es soll alles sehr persönlich gehalten werden – so wie der Shop auch insgesamt ist.

Wenn dann alles in den Bestellboxen vorbereitet ist, rollen die ersten blauen, mit Bestellboxen gefüllte Wagen Richtung Lager, wo die kleinen „Helferlein“, meine Beauty-Engel sozusagen, mit dem Packen loslegen können. Und in der Zwischenzeit gibt es dann auch noch Gespräche mit Lieferanten, die angerufen werden müssen. Es gibt sehr, sehr kundenspezifische Fragen, die ich dann auch ganz individuell mit den Lieferanten kläre. Du siehst, da ist noch einiges zu tun.

Wie machst du das mit der Produktauswahl im Shop?

Naja, bis ein neues Produkt im Shop landet, dauert das erst mal ´ne ganze Zeit, weil es mir persönlich ganz, ganz wichtig ist, dass ich die Produkte wirklich prüfe.

Ich prüfe sie, ich teste sie, also nicht ich alleine teste sie, sondern wenn ein neues Produkt reinkommt, gibt es einen kleinen Kreis von Damen und auch Herren, die die Produkte zur Verfügung gestellt bekommen, um sie zu testen. Anschließend schauen wir dann einfach, ob das Produkt auch hält, was der Hersteller verspricht. Wenn es nach den Herstellern geht, hat natürlich jeder das beste und tollste Produkt.

Wenn unser Shop schon so persönlich ist, möchte ich auch, dass ich voll und ganz hinter jedem einzelnen Produkt stehen kann. In dem Moment, wenn die Mehrheit der „Tester“ sagt: „ok, das Produkt ist toll“, dann wandert es in unseren Shop.

Und jetzt machst Du Feierabend? Theoretisch bist DU doch fertig, oder? 

Fertig würde ich noch nicht ganz sagen, ich bin vielleicht dann anfänglich mit der Welt fertig (lacht), aber ne. Ganz im Gegenteil, dann müssen Aktionen geplant werden, die ganze Arbeit im Shop selbst wartet noch – es müssen Preise angepasst werden, bestimmte Produkte deaktiviert und wieder aktiviert werden, es müssen Verhandlungen mit neuen Lieferanten geführt werden, neue Produkte müssen gefunden werden. Es ist ja auch wichtig, dass immer wieder neue, tolle Produkte für den Endkunden in den Shop kommen.

Jetzt darfst Du aber heim? 

Fast, fast darf ich heim. Jetzt geht es für mich aber noch schnell zur Qualitätskontrolle. Das heißt, gegen Nachmittag werden bei uns die Pakete von DHL abgeholt und vorher, wenn die Mädels im Lager noch nicht fertig sind, helfe ich, die letzten Pakete mitzupacken und ich schaue danach, ob die Qualität stimmt.

Sind die Pakete vollständig und den Vorstellungen entsprechend gepackt, ist genauso viel Herzblut darin, wie ich hineinstecken würde und wie ich es liebe – das macht man dann nochmal stichprobenartig.

Aber wir verschicken nicht nur Pakete, sondern bekommen auch ganz, ganz viele, der Nachschub sozusagen. Wir bekommen von unseren Lieferanten in der Regel drei Mal pro Woche frische Ware, heißt also bei uns steht kein Produkt länger als 10 Tage im Regal – ihr könnt also beruhigt sein, bei uns bekommt ihr keine „verstaubte“ Ware. Wenn es dann 18 Uhr ist und die ganze Ware wieder einsortiert ist, dann geht es zum Schluss an die sogenannten Nachlieferungen, d. h. es gibt auch immer mal Produkte, die ich nicht in die Bestellboxen legen kann, weil sie momentan nicht auf Lager sind und die Bestellung erst am nächsten bzw. übernächsten Tag kommt. D.h. dann schaue ich danach, welche Kästchen kann ich wieder befüllen, was kann an Bestellungen noch raus – dann wird das noch gerichtet und wandert auch noch ins Lager. Somit kann die Frühschicht, die am nächsten Morgen kommt, gleich loslegen und muss gar nicht lange warten.

Wie viele Helferlein sind denn aktuell im Einsatz, damit alle Bestellungen pünktlich bei den Kunden sind? 

Wir sind aktuell, mich eingerechnet, 6 Leute. Jeder kann alles, wobei die Aufgaben klar verteilt sind. Einer ist mehr für die Aufträge zuständig, der nächste für die Ware, der andere für die Qualität und andere fürs Packen. Aber bei so einem kleinen Team ist es schon sehr wichtig, dass jeder auch alles kann. 

Das ist ein langer Tag. Wie schaffst Du das? 

Ja, die Tage sind wirklich verdammt lange – es ist absoluter Wahnsinn. Aber sie sind auch wahnsinnig schön. Das sagen mir immer wieder die Rückmeldungen von Kunden. Ich telefoniere und spreche mit ganz, ganz vielen Kunden, die sich zurückmelden und sagen, dass sie so ein Paket noch nie erhalten haben, sich einfach bei uns bedanken möchten und das gibt einem schon eine gewisse Kraft und Bestätigung dafür, dass ich hier stundenlang arbeite. Also absolut schön – man kann das natürlich auch nur bewältigen, wenn man Kosmetik liebt, klar und wenn man sein Team liebt.

Und ich liebe mein Team – es ist hammermäßig! Jeder arbeitet hier mit dem gleichen Herzblut wie ich und das merkt man einfach. Die Mädels sind unermüdlich im Einsatz und machen und tun. Sie rennen wegen fünf Paketen nochmal zur Post, nur damit der Kunde seine Ware schneller bekommt, obwohl man sie auch für den nächsten Tag liegenlassen könnte. Aber das käme für meine Mädels einfach nicht infrage. Von daher auch hier nochmal ein riesen Dankeschön an meine Mitarbeiter – und natürlich auch an meine Kunden, die bei mir im Shop einkaufen. Ich freue mich auf die nächsten Wochen und Monate, auf die Entwicklung, um zu sehen, wie es weitergeht. Aber eine Sache kann ich auf jeden Fall versprechen: Die Grundidee des Shops ist das Persönliche. Online kaufen aber im Grunde genommen nur einen Klick von uns entfernt zu sein. Dieses Persönliche werden wir hier erhalten, weil genau das die Grundidee unseres Shops ist – einer Idee, die ich liebe und genau so machen möchte.